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Edith Stein

Wer war Edith Stein ?

Edith Stein (auch bekannt als die Heilige Teresa Benedicta vom Kreuz) war eine deutsche Philosophin, Pädagogin und Frauenrechtlerin. Das Bemerkenswerteste ist, dass sie als Jüdin zum Katholizismus konvertierte und Nonne wurde.


Edith Stein erblickte am 12. Oktober 1891 in Breslau, Deutschland (heute Breslau, Polen) das Licht der Welt. Sie starb am 9. August 1942 im Konzentrationslager Auschwitz.

Edith Stein als junge Frau

Ediths Lern- und Studienjahre

Stein wurde in eine jüdisch-orthodoxe Familie hineingeboren, wurde aber in ihren Teenagerjahren Atheistin. Nach einem sehr guten Abiturabschluss begann sie ihr Lehramtstudium in Breslau. Dort belegte sie die Fächer Geschichte, Philosophie, Psychologie und Germanistik.

 

Sie studierte Philosophie bei Edmund Husserl, dem Begründer der Phänomenologie (geistig-intuitive Wesensschau) und arbeitete später seine Assistentin. Ihr Herzblut war, dass sie den Menschen dienen wollte. So setzte sich Edith Stein für die Rechte und Bildung von Mädchen und Frauen ein.

 

Trotz Doktorarbeit mit Auszeichnung und einem hervorragenden Ruf wurde sie nicht zur Habilitation zugelassen. Der Grund war nicht ihr Wissen, sondern weil sie eine Frau war!

Edit Stein als Suchende

Der Wendepunkt in Edith Steins Leben

Der große Wendepunkt vollzog sich 1922. Sie konvertierte zum Katholizismus, nachdem sie die Autobiographie der heiligen Teresa von Avila gelesen hatte. Diese Heilige wurde ihr Vorbild. Und 1923 nahm sie eine Stelle an den Schulen der Dominikanerinnen als Lehrerin in Speyer an. Seit 1926 hielt sie immer wieder Vorträge zur Theologie und Pädagogik.

 

 

Bevor sie 1933 nach Köln übersiedelte, um in den Karmel einzutreten, erhielt Stein eine Do­zentenstelle am Deutschen Institut für wissenschaftliche Pädagogik in Münster.

Edith Stein als Nonne

Eintritt in den Karmel in Köln

In ihrer Zeit in Speyer fand Edith den Kontakt zum Beuroner Erzabt Raphael Walzer, der ihr riet, in den Karmel (Kloster der Karmeliterinnen) einzutreten. Und tatsächlich trat sie am 15.10.1933 in den Orden der Unbeschuhten Karmeliten ein und nahm den Ordensnamen Teresa Benedicta vom Kreuz an. Auch im Karmel beschäftigte sie sich weiter mit philosophische Themen und mit der Verbindung ihrer jüdischen Wurzeln und ihrem christli­chen Glauben.

 

Zwei Jahre später trat auch ihre ältere Schwester Rosa in den Orden ein. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland 1933 war Edith Stein aufgrund ihrer jüdischen Herkunft der Gefahr ausgesetzt, verfolgt zu werden. Um den Kölner Karmeliterinnen Orden nicht zu gefährden, flüchteten Edith und Rosa nach Echt, ins die benachbarten Niederlande.

 

Eigentlich hätten die beiden noch in die Schweiz, in den Karmel Le Pâquier, flüchten können, doch die nötigen Dokumente wurden zu spät ausgestellt. Man hatte die gesamte Lage verkannt.

 

Der katholische Erzbischof von Utrecht, Johannes de Jong, veröffentlichte 1942 einen Hirtenbrief, in dem er das antisemitische Vorgehen gegen die Juden anprangerte.

 

Als Reaktion darauf verhaftete die Gestapo am 2. August 1942 244 konvertierte Juden, darunter Edith Stein und Rosa. Man deportierte sie ins KZ Auschwitz-Birkenau, wo sie eine Woche später in den Gaskammern ermordet wurden.

Edith Stein: Heiligsprechung

Heiligsprechung

1998 sprach Papst Johannes Paul II. Edith Stein heilig.

 

Sie gilt als Brückenbauerin zwischen Christen und Juden. Ihren Weg stellt der Bildhauer Bert Gerresheim in drei verschiedenen Lebensabschnitten dar: das jüdisches Mädchen, die Suchende und die getaufte Karmeliterin. Es steht auf dem Kardinal-Frings-Platz, direkt am IHK Gebäude.

 

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